![]() |
|
|
Technische
Info: COPRA® Rollform Was ist neu am Softwarepaket COPRA® FTM? COPRA® in der 1., 2. und 3. Generation... Dazu werfen wir am besten einen kurzen Blick zurück auf die Entwicklung der technischen Berechnung der theoretischen Materialdehnungen. Berechnung der Bandkantendehnung Dem Verlauf der Bandkante ist in der Vergangenheit stets eine große Bedeutung zugeschrieben worden, wenn es darum ging, Profilblumen zu konstruieren. Größtes Problem war es stets, den Verlauf der Bandkante richtig zu berechnen und die daraus folgenden Bandkantendehnungen und - spannungen. Eine ganze Reihe von Autoren haben sich mit diesem Thema beschäftigt. Es wurden auch an den verschiedensten Stellen im In- und Ausland Softwareprogramme entwickelt, die alle das gleiche Ziel hatten: die Berechnung der Bandkantenspannung. Es wurden die unterschiedlichsten Annahmen getroffen. Die eine Gruppe definierte maximal zulässige Spannungswerte, andere setzten voraus, daß die Bandkante nicht über einen bestimmten Wert hinaus gedehnt werden dürfe. Nach dem Hook´schen Gesetz übrigens beides dasselbe. Die Bandkantendehnung wurde durch trigonometrische Formeln berechnet. Einige Ansätze berücksichtigten den Gerüstabstand zwischen den einzelnen Umformstufen oder die Länge der zu biegenden Schenkel. In einigen (wenigen) Fällen wurde auch eine sogenannte Einformlänge anstatt Gerüstabstand verwendet. Die Berechnungsalgorithmen blieben aber stets die gleichen. Prinzipiell wurden zwei unterschiedliche Ansätze für diese Berechnungen herangezogen. Einer nach Schulze, der einen geradlinigen Verlauf der Bandkante postulierte und der andere nach Pawalkat, der besagte, daß die Einformlänge vom Rollenwerkzeug abhängt. Hier war der Rollendurchmesser ausschlaggebend. Die Einformlänge war die Kontaktlinie von Blech und Werkzeug.
1987, als die erste kommerzielle
COPRA®-Version
freigegeben wurde, war die Methode nach Schulze implementiert.
Was hätte dieses Berechnungsprogramm für die Bandkantenspannung aber geliefert, wenn es sich nicht um ein U-Profil, sondern eins mit Umschlag gehandelt hätte?
Für jeden Profilierer liegt es auf der Hand: Wenn obiges
U-Profil schon nach unserer Berechnung versagen soll, dann wird jenes mit
Falzumschlag sicherlich ebenfalls diese hohen Bandkantenwerte liefern! Warum das alles?
Auf Grund der Einschränkungen der oben beschriebenen und lange veralteten Methode wurde bei data M bereits 1988 eine neue Software freigegeben, nämlich die "2. Generation"... 2. COPRA Generation Die Grundidee war folgende:
In unserem Beispiel des U-Profils sehen wir
genau die Werte, die wir bereits erwartet hätten. Obwohl das oben dargestellte "Drahtmodell" in der
Lage ist, wesentliche Parameter bei der Profilkonstruktion zu berechnen, hat es doch stets
eine wesentliche Einschränkung: 3. COPRA Generation Nachfolgend ist das Beispiel U-Profil nochmals dargestellt, diesmal berechnet mit dem COPRA Formänderungs Technologie Modul COPRA FTM. Hier werden die Parameter wie Werkzeugdurchmesser, deren Lage, Blechdicke,
Material,Profilform etc. berücksichtigt und daraus eine idealisierte Einformkurve
berechnet. Erstmals ist es hier auch möglich, die Werte für Ober- und Unterseite des
Bandes getrennt zu bestimmen.
Das Glätten der im Diagramm aufgeführten Dehnungsspitzen durch Optimieren der Umformblume bedeutet weniger Materialbeanspruchung. Die Erfahrung unserer Kunden zeigt übrigens eine geringere Stromaufnahme der Antriebsmotoren, wenn ein Rollensatz mit COPRA FTM optimiert worden ist. Abgesehen vom geringeren Stromverbrauch heißt eine verringerte Umformarbeit aber auch gleichzeitig reduzierte Materialdehnungen. Mit COPRA FTM kann der Profilkonstrukteur Fehler in der Auslegung der Rollenwerkzeuge frühzeitig erkennen und damit hohe Folgekosten vermeiden. Die bekannten "Bauchschmerzen" beim Einfahren eines neuen Werkzeugsatzes rühren ja nicht zuletzt daher, dass die einzige Möglichkeit, einen Rollensatz auszuprobieren bisher Fertigen und Einfahren bedeutete. Das Schlagwort Simulation bedeutet also nicht nur Verbesserung der Produktqualität sonder vor allem auch eine Reduzierung von Folgekosten aufgrund unnötiger Nacharbeiten (von Rollen) und Maschinenausfallzeiten. Neben Profilierbetrieben und Maschinenherstellern weltweit haben sich vor allem einige Stahlhersteller für den Einsatz dieses Programms entschieden. Durch die kurze Rechenzeit von COPRA FTM sind die jeweiligen F+E-Abteilungen jetzt in der Lage, ihre Kunden (also wiederum die Profilhersteller) beim Auslegen Ihrer Rollenwerkzeuge zu beraten und zu unterstützen. Es lassen sich hier in vielen Fällen auch Studien anstellen, ob denn nun fehlerhaftes Material oder eine fehlerhafte Werkzeugkalibrierung Ursache für gewisse Probleme sind. Die konsequente Ergänzung dieses leistungsfähigen Bausteines ist nunmehr in der Finite Elemente Applikation COPRA FEA RF zu finden. ... |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
data M Sheet Metal Solutions GmbH . Am Marschallfeld 17 . D-83626 Valley/Oberlaindern, Germany Tel.: +49 (0) 8024 640-0 . Fax: +49 (0) 8024 640-300 Internet:
http://www.datam.de
. e-mail: datam@datam.de |